Tel. Werkstatt
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Farben in unserer Werkstatt

Warum natürliche Farbstoffe?
Goldrute
kochender Cochenillesud

In unserer Werkstatt duftet es häufig nach Wiese und Kräutern. Büschel von Birkenblättern und Goldrute hängen zum Trocknen an der Wand. In Behältern lagern Wurzeln und kleingeschnittene Pflanzenteile. In kleinen und grossen Töpfen dampfen Pflanzenauszüge im Wasser. In anderen schwimmen Seidenstoffe und Wolle im Beizbad oder den ausgesiebten Farbbädern. Auf Tuchständern hängen rote, gelbe, blaue, grüne und lilafarbene Tücher zum trocknen. Büschel farbiger Wolllocken warten auf die Kardiermaschiene. Schneeweiße Merinowolle wartet in langen Strängen auf ein Krappwurzelbad, dass Weiß in flammendes Rot verwandelt. Die schäumende Indigoküppe in einem andern Topf erwartet einen goldgelben Wollstrang, um ihn später in warmem satten Grün wieder zu entlassen.

Das natürliche Färben ist ein sinnliches Vergnügen. In der Färbewerkstatt baden wir in Düften und Farben. Die Farben sind dabei niemals grell oder "schreiend". Sie haben eher eine harmonisierende Wirkung und bietem dem Auge Tiefe.

Diese Aspekte sollen später auch in unseren Filzarbeiten zu Geltung kommen. Es sollen vom Material bis zur Farbe Produkte entstehen, die der Haut und dem Auge schmeicheln.

Bei unserer Arbeit entstehen Naturfärbungen mit alten Färberezepten und bewährten Färbepflanzen. Uns begeistern die Leuchtkraft, Farbintensität und Haltbarkeit dieser Farben. Diese Qualitäten sind das entscheidende Kriterium für eine gute Färbung.

Es ist eine große Freude die Farben für unsere Produkte im Einklang mit der Natur selbst zu gestalten.

Beispiele für gefärbte Wolle mit Seide